Willi Meier und Friedrich Kurz gehören seit 65 Jahren zu den Oberbieler Brandschützern

Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberbiel wurden Willi Meier und Friedrich Kurz für 65-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Diese und weitere Ehrungen für jahrzehntelange Vereinstreue prägten neben Rechenschaftsberichten der Vereinsspitze die Jahreshauptversammlung der Oberbieler Brandschützer im Feuerwehrgerätehaus des Solmser Stadtteils.
Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Horst Schrehardt, würdigte nicht nur das jahrzehntelange Engagement des Oberbieler Unternehmers Friedrich Kurz zum Wohle des Vereins, sondern auch das Wirken der ehemaligen aktiven Feuerwehrmänner Willi Meier und Günter Diehl. „Als Urgesteine haben sich die Beiden durch ihren persönlichen Einsatz, nicht nur zu Zeiten ihrer Vorstandsarbeit, unsere Feuerwehr positiv geprägt“, hebt Schrehardt hervor, der Günter Diehl für 65 Jahre sowie Robert Rink für 70 Jahre im Verein, in Abwesenheit auszeichnete.
Für 60-Jährige Mitgliedschaft zeichnete der Vorsitzende Günter Busch, Adolf Hofmann und Rolf Trommershäuser, sowie in Abwesenheit Walter Fischer und Willi Mutz, aus. Seit einem halben Jahrhundert halten Jürgen Adam, Peter Benz, Alfred Knopp und Wilhelm Menz und seit 25 Jahren Steffen Hofmann dem Verein die Treue und wurden von Schrehardt, der in Abwesenheit neben Gottfried Mansfeld, Adam Nahr und Klaus Wagner für 50 Jahre auch Dirk Diehl für 25 Jahre auszeichnete, geehrt.
Doch bevor das Vereinsoberhaupt des 394 Mitglieder starken Vereins die Ehrungen vornahm, berichtete die Vereinsführung über das abgelaufene Jahr. Den Anfang machte der Schriftführer Walter Zinke, welcher an gesellige Höhepunkte im Vereinsleben des abgelaufenen Jahres, wie zum Beispiel an die Rosenmontagsfete, den Maipaziergang, den Vatertagsfrühschoppen in der „Schlagkatz“, an das gemeinsame Sommergrillen mit der Vereinsjugend und der Alters- und Ehrenabteilung und an die bereits zum 17. Mal veranstaltete Labskaus-Gala, erinnerte. Darüber hinaus zählte Zinke die Teilnahme an der städtischen Aktion „Saubere Landschaft“ und die Teilnahme am Ortspokalschießen, wo die Mannschaft der Wehrleute mit 161 Ringen den dritten Platz belegte und sich Thomas Lang mit 47 Ringen den Sieg in der Einzelwertung sicherte.
Wehrführer Dennis Panz verwies in seinen Ausführungen auf ein ruhiges Jahr für die 32-köpfige Einsatzabteilung, die in 2017 zu 14 Einsätzen ausrückte, welche mit 420 Personalstunden zu Buche schlagen. „Einsatzschwerpunkte waren technische Hilfeleistungen bei unter Wasser stehenden Kellern und Verkehrsunfälle“, so der Wehrführer, dessen Einsatzkräfte an 23 Übungseinheiten den Ernstfall probten. Darüber hinaus hatten die Brandschützer bei einer „Feuerwehr-Olympiade“ die Kinder des Solmser Ferienprogramms und bei einem Seniorennachmittag 42 Senioren des Solmser Stadtteils zu Gast.
Über die erfolgreiche Jugendarbeit in dem Oberbieler Feuerwehrverein berichteten Jugendfeuerwehrwart Patrick Bokelmann und Minifeuerwehrwart Markus Schweitzer. Aus den Reihen der Jugendfeuerwehr wechselte im vergangenen Jahr Dennis Riedl in die Einsatzabteilung der Albshäuser Wehr. „Seitens unserer Minifeuerwehr wechselten drei Mini´s zu uns“, betont Bokelmann stolz.
Mit der Sammelaktion ausgedienter Weihnachtsbäume hatte für die Nachwuchsbrandschützer das abgelaufene Jahr begonnen, wo auch noch die Teilnahme am viertägigen Zeltlager „Gemeinsam 2017“ des Lahn-Dill-Kreises am Aartalsee mit 900 Teilnehmern, sowie am Berufsfeuerwehrtag 2017, wo die Jugendfeuerwehrler 24 Stunden lang ein abwechslungsreiches Programm aus Feuerwehrtheorie und -praxis erlebten, auf dem Jahreskalender standen.
Markus Schweitzer nach blicken auch die derzeit 22 Feuerwehrminis auf ein erfolgreiches Jahr zurück. „Im letzten Jahr haben sechs neue Kinder zu uns gefunden und drei Kinder haben wir in die Jugendfeuerwehr abgegeben“, bilanzierte der Minifeuerwehrwart und blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Geplant ist, dass in diesem Jahr sogar acht Minis in die Jugendfeuerwehr wechseln werden“, betont Schweizer. Neben einer Übernachtung im Gerätehaus und der Teilnahme an den Kinderspielen in Philippstein erwarben vier Minis die Tatze 2 und acht Minis die Tatze 3. „Die Tatze ist ein in den Kinderfeuerwehren neu eingeführtes Abzeichen, deren Schwierigkeitsgrad der Prüfung sich am Alter orientiert“, erklärt Schweitzer.
Grußworte überbrachte neben dem ersten Stadtrat Jörg Leidecker auch der stellvertretende Stadtbrandinspektor Torsten Gernand, welcher auch die gute Zusammenarbeit der Solmser Wehren lobte.